Hausgemachte Parfüms I oder Der Duft von Urzeit und Altertum

Eine Duftkerze anzünden, ein paar Tropfen Essenzöl in die Aromalampe und entspannen. Oder einfach den Duft genießen, den die katalytische Lampe verströmt. Das sind für viele von uns notwendige Rituale. Wir wissen, dass Aromen unser Empfinden beeinflussen, vor allem dann, wenn wir uns in unserem Zuhause wohlfühlen möchten.

Innenraumduefte_Geschichte

Innenraumdüfte existierten bereits in der Urzeit. Natürlich gab es damals keine speziell hergestellten Produkte, also bediente man sich dessen, was die Natur zu bieten hatte: Die Frauen sammelten Wiesenblumen, Äste, Baumrinde, Harze… Blumen und Äste setzen sowohl im frischen als auch im getrockneten Zustand Aromen frei. Bei der Rinde und dem Harz hat die Menschheit schon früh begriffen, dass dabei die Wärme eine wichtige Rolle spielt. Sicherlich hat man damals mit verschiedenen selbstgemachten Düften experimentiert – zwar primitiv, dafür aber wirkungsstark. Den in Kräutern und Harzen enthaltenen Arzneistoffen wurde damals schon eine hohe Bedeutung beigemessen. Die Sinnesorgane der Menschen von damals reagierten viel schneller und schärfer als heute. Vor allem Frauen konnten mithilfe ihres Geruchssinns giftige von genießbaren Früchten unterscheiden! (Übrigens –Frauennasen sind auch heute noch deutlich sensibler!)  

Der duftende Fortschritt

Das alte Ägypten, Griechenland und auch der Orient waren in Sachen Düfte ein wahrhaftes Paradies. Damals verwendete man Aromen sowohl zur Heilung als auch für verschiedene religiöse Rituale. Im alten Ägypten glaubte man, dass Düfte den Menschen der göttlichen Welt näherbringen können. Im heiligen Niltal verehrte man deshalb auch den Gott der Düfte und des Lichtes. Er hieß Nefertem und stammte der Legende nach von einer Lotosblüte. Im Altertum dufteten nicht nur die Tempel, sondern auch so mancher Haushalt, da viele Rituale zu Hause stattfanden.

Mit Mut nach vorn

Die ersten Räucherwerke wurden eingesetzt, um böse Geister zu vertreiben und gute Geister anzulocken. Sie nahmen Einfluss darauf, wie sich der behandelte Mensch fühlt. Dank ihrer Liebe zu Aromen können sich die alten Ägypter auch damit rühmen, bei der Gewinnung von essenziellen Ölen, die auch heute bei Heilmassagen, Inhalationen oder in Aromalampen Anwendung finden, die Vorreiterrolle übernommen zu haben. Damals hat man sie auch zum Balsamieren verwendet. Eine ähnliche Entwicklung lässt sich auch in China sowie in Persien und anderen orientalischen Ländern beobachten. Die erste Parfümeurin der Geschichte hat ihre Duftwerke um das Jahr 1200 vor Christi in Mesopotamien kreiert. Sie hieß Tapputi und mischte essenzielle Öle zusammen, produzierte Hydrolate, arbeitete mit Duftharzen und ging im Palast des Herrschers ein und aus!

Duefte_im_Altertum

Das göttliche Griechenland

Aber auch die antiken Größen – wie Griechenland und Rom – hinkten keineswegs hinterher. Bei Ihnen stand im Vordergrund, dass die Aromen den Körper und den Geist in Einklang bringen. Die Griechen glaubten, dass Düfte Geschenke ihrer Gottheiten sind. Als Alexander der Große im 4. Jahrhundert vor Christi die Welt eroberte, brachte er Gewürze aus China und Indien, Kräuter und Harze aus Ägypten und die Destillationskunst aus Mesopotamien nach Griechenland mit. Die Aromatherapie gewann damals sowohl in den Haushalten als auch zu medizinischen Zwecken an zunehmender Bedeutung. Und was geschah dann? Was für Innenraumdüfte es dann im Mittelalter gab oder eben nicht gab, darüber werde ich demnächst berichten. Bis dahin empfehle ich Ihnen, es sich mit einer Köstlichkeit gemütlich zu machen und die folgende Wahl zu treffen: Sie verbessern Ihre Laune mit Kerzenkatalytischen Lampen oder Sie wählen eines dieser Wohnraumparfüms aus. Die Entscheidung liegt ganz bei Ihnen!