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Mythen und Wahrheiten: Sonnencremes im Skiurlaub

Sonnenschutz_Skiurlaub

Wussten Sie, dass die UV-Strahlungsintensität alle 300 Höhenmeter um 4 Prozent steigt? Und dass es chemische und mineralische Sonnenschutzprodukte gibt? Trösten Sie sich, auch ich habe es nicht gewusst, bis ich an einem Vortrag einer führenden Londoner Hautärztin und Expertin für Sonnenschutz, Doktor Sam Bunting, teilgenommen habe.

Mythos Nr. 1: Es nutzt nichts, sich mehrmals mit einem LSF 15 Produkt einzucremen, denn mehrere Schichten bedeuten nicht automatisch mehr Schutz. Weitere Infos gefälligst? Dann lesen Sie ruhig weiter, um mehr zum Thema Sonnenschutz der Haut auch in den Bergen zu erfahren!

Sonnencreme_Berge

Der Sonnenschutz

  • Es genügt, sich morgens sorgfältig einzucremen.“

Falsch! Sie sollten eine geeignete Sonnenschutzcreme unabhängig vom Lichtschutzfaktor alle zwei Stunden auftragen. Denn der einzige Unterschied zwischen LSF 70 und LSF 30 besteht darin, wie viele Strahlen daran gehindert werden, die Haut zu erreichen. Beide Produkte wirken allerdings nur zwei Stunden lang. Achten Sie auch darauf, eine ausreichende Menge Creme aufzutragen. Für das Gesicht und das Dekolleté gilt ein Richtwert von 5 ml Creme (d. h. 22 mg pro Quadratzentimeter). Der Sonnenschutz ist stets auf die gereinigte Haut aufzutragen, die Sie zuvor mit einer Tagescreme behandelt haben.

  • Nur die UV-B-Strahlen sind schädlich.

Während die mittelwellige UV-B-Strahlung nur die oberen Hautschichten erreicht, dringen die langwelligen UV-A-Strahlen bis in die Unterhaut ein. Und genau diese langwelligen Strahlen sind ebenfalls imstande, Wolken oder sogar Glas zu passieren. Zugleich besteht das von der Sonne ausgestrahlte Licht zu 90 % aus diesen UV-A-Strahlen, während UV-B und UV-C nur die restlichen 10 % ausmachen. Die UV-B-Strahlung bewirkt jedoch akute Hautreaktionen wie z. B. Rötungen oder Vitamin-D-Synthese (eine Stunde pro Woche genügt). Viel gefährlicher hingegen sind die Langzeitfolgen, die für Hautkarzinome, sprich Hautkrebs, verantwortlich sind. Die UV-A-Strahlung bewirkt verzögerte Reaktionen wie beispielsweise Störungen der Hautzellen sowie deren anschließende Alterung.

  •  „Scheint die Sonne nicht, muss ich meine Haut nicht mit einer Sonnencreme schützen.

Wolken können nur 20 % der Sonneneinstrahlung aufnehmen. Folglich müssen wir uns auch an bewölkten Tagen schützen.

  • Sonnencremes sind nur am Strand erforderlich.

Die Stärke der UV-Strahlung ist von der Höhe über dem Meeresspiegel, von der Oberflächenreflexion (Sand oder Schnee) und auch von der geografischen Lage abhängig. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Strahlungsintensität alle 300 Höhenmeter um 4 % steigt. Das bedeutet, dass die Strahlung bei einem Bergurlaub in 1.500 Metern über dem Meeresspiegel um beträchtliche 20 % höher ausfällt als am Strand von Marbella. In den Bergen sind die meisten Körperbereiche durch eine dicke Bekleidungsschicht geschützt, die die Strahlen nicht durchlässt. Daher sollte man vorwiegend den Sonnenschutz für das Gesicht, die Lippen und die Augen beachten. Eine Komplettpflege der durch Bergwind und Sonne beanspruchten Haut bietet zum Beispiel die Sonnenschutzkosmetik Piz Buin aus der Schweiz, die extra für Aufenthalte in hohen Gebirgen entwickelt wurde.

Piz_Buin

  • Es ist völlig egal, welche Sonnencreme ich kaufe, nur der Lichtschutzfaktor muss stimmen.

Wenn Sie eine Sonnencreme auswählen, sollten Sie unbedingt beachten, für welchen Hauttyp sie geeignet und für welche Aktivitäten sie bestimmt ist. Bei einem Aufenthalt in den Bergen benötigen Sie keine besonders wasserbeständige Sonnenschutzcreme, sondern eher ein Produkt, das zugleich vor Wind und Frost schützt. Im Allgemeinen vertragen fettigere Hauttypen eine Sonnenmilch besser als Sonnenschutzöle oder -cremes. Durch ihre leichte Konsistenz ist eine Sonnenschutzmilch aber meistens nicht imstande, den hohen Lichtschutzfaktor lange aufrechtzuerhalten. Auch in dieser Produktklasse findet sich jedoch glücklicherweise eine Ausnahme: Anthelios AC mattierendes Gesichtsschutzfluid mit LSF 30 von La Roche-Posay. Auf dem Markt finden sich auch Sonnencremes, die speziell für die Bedürfnisse einer faltigen, atopischen oder extrem empfindlichen Haut entwickelt wurden.

  • Sonnenschutzcremes ziehen nur schlecht ein und hinterlassen einen weißen Film.

Sonnenschutzmittel, auch Sunscreens genannt, lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien nach Wirkungsmechanismus einteilen. Chemische Sonnenschutzprodukte nehmen die Sonnenstrahlen auf und wandeln sie in Wärme um, die dann die Haut verlässt. Physikalische oder mineralische Sunscreens reflektieren oder streuen die Sonnenstrahlen. Selbstverständlich haben beide Produktklassen Vor- und Nachteile. Einen optimalen Schutz erzielt man, wenn man beide kombiniert.

Chemische Sonnenschutzcremes enthalten oft schädliche Substanzen wie zum Beispiel Oxybenzon, Ethylhexyl oder Benzophenon, die sich in freie Radikale und Karzinogene spalten und beim Einatmen eine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Sie sollten nicht bei Kindern oder Personen mit empfindlicher Haut angewendet werden. Allerdings zeichnen sie sich durch ein angenehmeres Tragegefühl aus, da sie keinen fettigen oder weißen Film bilden. Man kann sie außerdem unter dem Make-up auftragen und sie mattieren die Haut. Ein hochwertiger chemischer Sunblocker ist beispielsweise der Elizabeth Arden Eight Hour Cream Schutzbalsam LSF 50.

Mineralische oder physikalische Sonnenschutzcremes eignen sich eher die empfindlichere Haut, da sie für gewöhnlich eine höhere Hautverträglichkeit aufweisen. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, muss jedoch eine dickere Schicht aufgetragen werden. Sie bilden in der Regel anfangs einen weißen Fettfilm und lassen sich nicht so gut verteilen. Da sie einfacher abgewischt werden können, muss man sie häufiger erneuern. Achten Sie bei der Auswahl der richtigen mineralischen Sonnencreme ist auf einen möglichst hohen Zinkoxid-Anteil. Auch die enthaltenen Nano- bzw. Mikropartikel sind zu beachten. Bisher liegen keine ausreichenden wissenschaftlichen Tests vor, die die Wirkmechanismen dieser Partikeln nach deren Penetration in die Haut erforscht haben. 

Morgendliche Hautpflege bei Ihrem Aufenthalt in den Bergen

Bevor Sie sich auf die Piste begeben, sollten Sie sich einige Minuten Zeit für eine gründliche Hautpflege nehmen. Diese drei Schritte sorgen für einen optimalen Schutz in den Bergen:

Schritt 1: Tragen Sie auf die gereinigte und tonisierte Haut Ihr Lieblingsserum (am besten mit Vitamin C) und eine feuchtigkeitsspendende Tagescreme auf. Als Make-up-Grundlage können Sie eine leichte Creme mit dem Lichtschutzfaktor Ihrer Wahl verwenden, die sie ausreichend gut einziehen lassen sollten. Mein persönlicher Top-Favorit ist die Eight Hour Cream mit LSF 50 von Elizabeth Arden.

Schritt 2: Tragen Sie anschließend ein Make-up mit einem LSF von mindestens 30 auf. Achten Sie darauf, dass das verwendete Make-up wasserbeständig ist. Auch wenn Sie nicht im Meer schwimmen, so werden Sie doch wahrscheinlich schwitzen. Probieren Sie Sun Foundation mit LSF 30 von Shiseido aus. (FR+IT najděte ekvivalent)

Schritt 3: Fixieren Sie das Make-up abschließend mit einem Puder mit optimalem LSF. Dadurch tragen Sie nämlich eine wirkungsstarke Sperrschicht auf und vereinheitlichen zum Schluss Ihren Teint. Testen Sie zum Beispiel dieses tolle Puder von Bare Minerals Matte mit LSF 15.