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Was ist LSF und wie schützt man sich vor der Sonne?

12. Mai 2022Notino
Sonnenschutz ist heute das A und O der Hautpflege. Je mehr Sie über LSF wissen werden, desto einfacher wird für Sie auch die Auswahl von (nicht nur Sonnenschutz-) Cremes sein. Dermatologen sehen Sonnenschutzmittel als eine Notwendigkeit von täglicher Gesichtspflege.

Die Abkürzung " LSF" kennt wohl jeder, aber nicht immer ist man sich sicher, welche Sonnenschutzmittel man auswählen oder wie man sie verwenden soll. Was ist LSF überhaupt? Wie viel Sonnenschutzmittel muss ich auf den gesamten Körper auftragen? Und muss ich zusätzlich eine Creme mit LSF verwenden, wenn mein Make-up bereits über einen verfügt? Verschaffen wir uns eine Übersicht über alles, was Sie über LSF interessieren könnte. 

Wofür stehen die Abkürzungen LSF, SSF und SPF?

Alle drei Abkürzungen werden synonym verwendet. Neben Lichtschutzfaktor (SPF) ist ebenso die Bezeichnung Sonnenschutzfaktor (SSF), bzw. die Abkürzung des englischen Äquivalents, d. h. Sun Protection Factor gängig (SPF) gängig. Vereinfacht gesagt ist es ein Maß, welches die Zeit angibt, in der man sich ohne Risiko der Sonne aussetzen kann. Falls Sie also wissen, dass Sie mit einer Creme ohne LSF in 10 Minuten einen Sonnenbrand bekommen, sollten Sie diese Zahl mit dem auf dem Produkt angegebenen LSF multiplizieren. Zum Beispiel: Multiplizieren Sie das Sonnenschutzmittel mit LSF 15 mit der Zahl 10. 

Das Ergebnis sind 150 Minuten. Gerade für diese Dauer sollten Sie geschützt sein. In den Sommermonaten ist die Mittagssonne am stärksten, außerdem muss man auch auf weitere Faktoren wie Wetterbedingungen und die Menge der verwendeten Creme in Betracht ziehen. Vergessen Sie nicht, sich ebenso in Innenräumen, Autos und in der Nähe von Fenstern vor den Sonnenstrahlen zu schützen. Es mag vielleicht beinahe unglaublich klingen, aber UVA-Strahlen durchdringen auch Fenster und verursachen Hautalterung. 

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Worin besteht der Unterschied zwischen LSF 30 und LSF 50?

Sonnenschutzmittel mit LSF 10 schützen vor 90 % der UVB-Strahlung, LSF 30 filtert 97 % der Strahlung und ein Produkt mit LSF 50 filtert ganze 98 % der UVB-Strahlung. Bei der Wahl des geeigneten Produkts sollten Sie in erster Reihe auf die Bedürfnisse Ihrer Haut achten. So sollte man z. B. bei stark pigmentierter Haut LSF 50 verwenden. 

Und noch eine Anmerkung: Zwischen LSF 30 und 50 kann es große Unterschiede in der Textur geben, vor allem bei Produkten verschiedener Marken. Dies gilt insbesondere für Schutzmittel mit mineralischen Filtern, die in der Regel schwerer sind. Jedoch konnten dieses Manko gewisse Hersteller technologisch überwinden. 

Sicheres Bräunen

Laut neuesten Forschungsergebnissen verhilft die tägliche Anwendung von Sonnenschutz zu einem jüngeren Aussehen der Haut. Wichtig ist es zu wissen, welchen Hauttyp sie haben, was Ihre Haut benötigt und wie sie reagiert. Die meisten von uns wissen, ob ihre Haut die Sonne gut verträgt, bzw. ob sie eher empfindlich ist und schnell rot wird. Diese schnelle Rötung markiert den Moment, in dem die Haut schreit "schütze mich". 

Man sollte beim Sonnen eine gesunde Zurückhaltung haben, die Haut mit einer Creme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor eincremen und das Bräunen schrittweise angehen.

Gönnen Sie Ihrer Haut Zeit. Mit einem höheren LSF wird es zwar länger dauern, bis Ihre Haut braun wird, dafür bleibt die Bräune aber auch länger erhalten. Die Zeiten, in denen wir uns ohne Schutz und vor allem über längere Zeiträume direkten Sonnenstrahlen ausgesetzt haben, um schneller braun zu werden, sind zum Glück längst vorbei. Heute wissen wir viel mehr über Sonnenschutz und die Risiken, denen wir uns beim Bräunen aussetzen. 

Früher hatte man Sonnenschutz nicht viel Bedeutung zugeschrieben und Hautkrebs war mehr oder weniger ein unbekannter Begriff. Eine unverantwortliche Einstellung und ein Aufenthalt in der Sonne ohne Sonnenschutz kann nämlich tatsächlich zu dieser Art von Krebs führen, dessen Häufigkeit in den letzten Jahren um Vielfaches gestiegen ist. Als vorbeugende Maßnahme dient auch die jährliche Untersuchung von Muttermalen. 

Was ist Melanin und welche Rolle spielt es?

Melanin ist ein Pigment, das wir in der Haut, im Haar, in der Iris oder in der Netzhaut haben und welches die Haut vor Lichtschäden, also vor UV-Strahlung, schützt. Seine Produktion wird u. a. durch grüne Pflanzen angeregt, daher sollten Sie im Sommer Salate, Brokkoli und grüne Gemüsedrinks auf Ihren Speiseplan setzen. 

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Das allererste Sonnenschutzmittel? Für den Gletscher!

Das LSF-Phänomen wurde von einem jungen Schweizer Chemiker entwickelt. Er zog sich im Jahr 1938 auf einem Berg einen Sonnenbrand zu und beschloss daher, einen Schutz vor Sonnenstrahlen zu erfinden. 

Sein Kollege verwendete 1944 eine bestimmte Art Vaseline auf der Haut von Soldaten, die als physische Barriere gegen die Sonne wirken sollte. Also haben sie zusammen ihre Erkenntnisse geteilt und so die erste Sonnenschutzcreme kreiert. Es handelte sich dabei um eine Kombination aus Vaseline, Kakaobutter und Kokosnussöl, die den Namen Gletscher Creme trug. 

Wie werden UV-Filter eingeteilt?

  • UVA – "A" ist die Abkürzung für "aging". Sie verursachen Hautalterung, Pigmentierung und Sonnenallergien. Auch wenn die Sonne nicht sichtbar ist, sind die Sonnenstrahlen genauso wirksam, auch wenn es bewölkt ist.
  • UVB - "B" ist die Abkürzung für "burning". Diese Strahlen sind für Sonnenbrand und Bräunung der Haut verantwortlich.

Neben den herkömmlichen UV-Filtern bieten einige Hersteller auch neue Inhaltsstoffe, die den Sonnenschutz erhöhen. Sonnenschutzmittel für das Gesicht enthalten auch Aktivstoffe wie Niacinamid, Vitamine oder Hyaluronsäure. Die Hersteller sind sich dessen bewusst, dass Sonnenschutzcremes bei immer mehr Menschen zur täglichen Hautroutine gehören. 

Wie wirkt die Sonne auf unsere Haut?

Eine der Folgen ist die Hautalterung. Kollagen- und Elastinfasern verlieren an Elastizität. Sie erschlaffen und die Haut wirkt dadurch älter. Eine weitere unangenehme Folge ist die Sonnenintoleranz. Juckende Hautausschläge, Rötungen bis hin zum Brennen, welches wohl die meisten von uns bereits erlebt haben. Auch die Pigmentierung, die genauso eine Folge übermäßiger Sonnenexposition ist, lässt sich nicht einfach behandeln.

Wissen Sie, wie viel Sonnenschutzmittel Sie benötigen?

Sie werden wahrscheinlich genauso überrascht sein wie ich, aber für den gesamten Körper sollte man eine golfballgroße Menge benutzen. Für das Gesicht reicht eine drei Fingern entsprechende Menge. Vergessen dabei nicht auf Ihre Ohren, denn diese sind besonders anfällig. Ihre Haut ist nämlich sehr empfindlich und den Sonnenstrahlen häufig ausgesetzt.

Die Verwendung von Schutzmitteln mit LSF sollte daher ein Bestandteil Ihrer täglichen Routine werden. Die Cremes mit LSF sollten dabei am Ende Ihres Morgenrituals aufgetragen werden. Das heißt, dass Sie das Sonnenschutzmittel noch zusätzlich über Ihre Tagescreme auftragen. Die Auswahl an Cremes ist heutzutage so breit, dass man problemlos eine für sich geeignete Textur findet. Je leichter die Textur, desto besser lassen sich die Pflegeprodukte auf der Haut schichten.

Make-up mit Lichtschutzfaktor ersetzt auf keinen Fall eine Sonnencreme. Der Vorteil besteht darin, dass dadurch eine zusätzliche Barriere geschaffen wird. Diese "zweite Haut" schützt viele Frauen auch vor einer möglichen Pigmentierung.

Genügt es, eine Tagescreme mit LSF zu verwenden?

Selbst wenn Ihre Tagescreme einen gewissen Sonnenschutz bietet, kann sie ein vollwertiges Sonnenschutzmittel nicht vollständig ersetzen. Sie kann die Haut nicht den ganzen Tag lang schützen (selbst ein Sonnenschutzmittel mit LSF 50 muss möglicherweise nicht für den ganzen Tag ausreichend sein). Vor allem dann, wenn man sich im Freien aufhält und starken Sonnenstrahlen ausgesetzt ist. In diesem Fall ist es ratsam, den Sonnenschutz mit LSF erneut aufzutragen.

Und wie geht man dabei vor?

Das erneute Auftragen von Sonnenschutzprodukten klingt vielleicht kompliziert, ist aber keine Raketenwissenschaft. Selbstverständlich erwartet man von Ihnen nicht, dass Sie Ihr Make-up entfernen und erneut auftragen. Für solche Fälle eignen sich Produkte in Sprayform. Tagsüber trage ich das Anthelios Gesichtsspray LSF 50 in meiner Handtasche, damit ich es bei Bedarf einfach über mein Make-up erneut sprühen kann.

Wenn Sie ins Freibad oder an den Strand gehen, können Sie getönte Schutzcremes verwenden. Sie ersetzen teilweise Make-up und bieten perfekten Schutz. Sie sind in der Regel sogar wasserfest, aber Sie müssen trotzdem damit rechnen, dass durch das Wasser der Schutz teilweise abgespült werden kann. In diesem Fall trage ich die getönte Creme mit LSF erneut auf, problemlos auch auf die ursprüngliche Schicht. Denken Sie auch beim Abtrocknen darauf, dass die mechanische Reibung den Schutz ebenfalls beeinträchtigen kann.

LSF und Kinder

Babys dürfen direkter Sonne nicht ausgesetzt werden, da ihre Haut noch nicht über die Fähigkeit verfügt, sich selbst zu schützen. Sie ist empfindlich, verbrennt und überhitzt leicht. Kinder werden vor allem durch angemessene Kleidung geschützt. Im Freien oder bei Wasserspielen verwenden wir den höchstmöglichen Schutz. Nehmen Sie Ihre Kinder häufig raus? Dann empfiehlt es sich, immer eine kleine Packung Sonnenschutzmittel bereit zu haben.

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