Viele von Ihnen sind wahrscheinlich der Meinung, dass zum Abnehmen eine strenge Diät gehört, man auf Süßigkeiten verzichten, nur Salat essen und mindestens 3× pro Woche joggen muss. Was wäre, wenn wir Ihnen sagen würden, dass es auch einfacher geht? Lassen Sie uns zusammen einen Blick auf Möglichkeiten werfen, wie man mit dem abnehmen kann und das erreichte Gewicht auch aufrechterhält.
Abnehmen schnell und effektiv
Genau diese Frage sollten Sie sich gar nicht erst stellen. Schnelles Abnehmen birgt viele Nachteile, auf die wir weiter unten eingehen werden. Nun anders: Wie kann man also effektiv abnehmen, damit das erreichte Gewicht auch von Dauer ist?
Die Grundlage, um das Gewicht zu reduzieren, ist das so genannte Kaloriendefizit (Energiedefizit). Was heißt das? Dass man weniger Kalorien (Energie) zu sich nehmen = essen muss, als man verbraucht. Das kann auf drei Wegen erreicht werden:
- Weniger essen
- Mehr bewegen
- Weniger essen und sich gleichzeitig mehr bewegen
Punkt 3 ist der beste Weg zum Abnehmen. Mehr Bewegung bringt auch weitere gesundheitliche Vorteile mit sich, stärkt die Muskeln, das Herz-Kreislauf-System und gleichzeitig muss man im Endeffekt in Sachen Essensverzicht nicht so viele Abstriche machen. Aber was ist ein Energiedefizit? Gehen wir ein Stück zurück und fangen ganz von vorne an.
Was sind Kalorien und Makronährstoffe
Alle Lebensmittel, die wir essen, enthalten Energie. Ihre Energiemenge wird in Kalorien (kcal) oder Kilojoule (kJ) angegeben. Energie nehmen wir hauptsächlich aus drei Hauptmakronährstoffen auf:
- Eiweiß (1 Gramm = 4 kcal)
- Kohlenhydrate (1 Gramm = 4 kcal)
- Fett (1 Gramm = 9 kcal)
Auch der Energieverbrauch wird in Kalorien gemessen, ist aber nicht so einfach zu bestimmen und wird je nach Intensität der Bewegung und des Körpergewichts mit unterschiedlichen Schätzungen berechnet.
- Wenn man mehr Energie aufnimmt als man an einem Tag verbraucht, nimmt man zu = Kalorienüberschuss
- Wenn man weniger Energie aufnimmt als verbraucht, nimmt man ab = Kaloriendefizit
- Wenn man ungefähr so viel Energie aufnimmt, wie man verbraucht, bleibt das Gewicht unverändert = wir befinden uns in einer ausgeglichenen Energiebilanz
Wie ernährt man sich beim Abnehmen?
Für die Gewichtsabnahme gibt es weder spezielle Lebensmittel noch Gerichte. Der grundlegende Punkt ist, ein angemessenes Kaloriendefizit zu erreichen. Aber wie weiß man, ob man ein Kaloriendefizit hat? Die beste Strategie ist es, sich zumindest zu Beginn zu notieren, was man isst (am besten in einer dazu geeigneten App) und das Gewicht mindestens zwei Wochen lang zu verfolgen.
Wenn sich das Gewicht nicht signifikant nach oben oder unten bewegt, hat man eine ausgeglichene Energiebilanz. Ziehen Sie 10 % von diesem Wert ab und Sie erhalten Ihr erstes Energiedefizit, bei dem sich das Gewicht um ca. 300 g pro Woche verringern sollte.
Beispiel: Eine Frau mit Körpergewicht von 80 kg stellt fest, dass ihr Gewicht konstant bleibt, wenn sie durchschnittlich 2400 kcal pro Tag zu sich nimmt. Man kann also sagen, dass 2400 kcal ihrer Energiebilanz entsprechen. Da sie weiß, wie sie effektiv abnimmt, zieht sie 10 % ab und beginnt daher, täglich 2160 kcal zu konsumieren. Wenn sie dieses Kaloriendefizit beibehält, wird ihr Gewicht allmählich reduziert.
Ein gesunder wöchentlicher Gewichtsverlust liegt bei etwa 300–500 g. Der optimale Gewichtsverlust pro Monat entspricht also etwa 1,2–2 kg.
Warum sollte man keiner strengen 1000 kcal-Diät folgen?
Weil der Verzehr einer so geringen Energiemenge auf lange Sicht nicht nachhaltig ist. Rasch sichtbare Ergebnisse bringen Müdigkeit im Laufe des Tages, Reizbarkeit und nicht zuletzt den unerwünschten Jo-Jo-Effekt mit sich. Das Ziel ist also nicht „schnelles Abnehmen“ sondern „nachhaltiges Abnehmen“.
Ernährungsplan – wie man gesund abnimmt
Wir haben nun eine ideale Energiemenge festgelegt. Gleichzeitig wissen wir aber, dass wir unsere Energie aus drei Hauptmakronährstoffen beziehen: Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten. Wie viel, in welchen Mengen und aus welchen Quellen wir diese zu uns nehmen, beeinflusst unsere Gesundheit, unser Aussehen und unsere Laune. Auch hierfür gibt es Regeln:
- Essen Sie mindestens 1,2 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Dadurch bleiben Sie länger satt und schützen die Muskelmasse, wodurch Sie sich sicher sein können, dass das Gewicht, das Sie verlieren, auf subkutanes Fett und nicht Muskelmasse zurückzuführen ist; eine gute Eiweißquelle sind Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte, Eier, Milchprodukte (Käse, griechischer Joghurt, Topfen, Hüttenkäse, Harzerkäse), Molkeprotein, Tofu, Tempeh und andere Sojaprodukte, Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen, Erbsen, Bohnen), aber genauso empfehlenswert ist veganes Eiweiß
- Vor allem Frauen sollten reichlich gesunde Fette zu sich nehmen – da Fette an vielen lebenswichtigen Prozessen im Körper beteiligt sind, ist es wichtig, dass sie ein Teil der Ernährung sind. Bei Frauen sprechen wir von mindestens 0,8 g Fett pro Kilogramm Körpergewicht und bei Männern sind es mindestens 0,4 g Fett pro Kilogramm Körpergewicht. Beziehen Sie die Fette am Besten aus Nüssen, Nusscremes, Samen, fettem Fisch, Avocados, Oliven und kaltgepressten Pflanzenölen
- Kohlenhydrate sollten wiederum hauptsächlich aus Vollkornquellen aufgenommen werden – ihr hoher Ballaststoffgehalt trägt zu einer längeren Sättigung bei. Hier gibt es keine empfohlene Menge, sondern nur eine Grenze für einfache Kohlenhydrate (Zucker), die max. 10 % der gesamten Tageszufuhr entspricht; zur Auswahl haben Sie z. B. aus Teigwaren, Couscous, Reis, Haferflocken, Brei und Müsli, Gebäck, Erdäpfeln, Süßkartoffeln, Pseudogetreide (Quinoa, Amaranth oder Buchweizen), Eiern, Bulgur und Hülsenfrüchten
Idealerweise stellen Sie Ihre Mahlzeiten nach dem sog. gesunden Teller zusammen, der alle genannten Makronährstoffe in idealen Mengen enthält. Und denken Sie an rohes Gemüse und Obst.
Abnehmen – mit oder ohne Diät?
Alle Ansätze zur Gewichtsabnahme haben ihre Vor- und Nachteile. Man muss also selbst erwägen, welcher Weg der effektivste ist. Vor jeder Diät ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren. Zu beliebten Diäten zählen Intervallfasten und Keto-Diät.
Intervallfasten
Intervallfasten ist eine Ernährungsstrategie, bei der sich Essens- und Fastenperioden abwechseln. Bei diesem Ansatz begrenzt man also eher die Zeit, in der man isst, und nicht die Kalorienzufuhr. Dies ist jedoch nur ein anderer Ansatz, einen Kaloriendefizit zu erreichen, da man davon ausgeht, dass man in einem kürzeren Zeitraum weniger Energie zu sich nimmt.
Üblicherweise wird der 16:8-Rhythmus verwendet, bei dem man während eines Zeitfensters von acht Stunden „essen darf“ und die restlichen sechzehn Stunden fastet. Es gibt jedoch auch einen 20:4-Rhythmus (d.h. man fastet 20 Stunden und isst 4 Stunden lang) oder Alternate Day Fast, d.h. man verzichtet einen ganzen Tag lang aufs Essen.
Keto-Diät
Die Keto-Diät ist ein Ernährungsplan, der auf einer hohen Fett-, einer mäßigen Protein- und einer sehr geringen Kohlenhydratzufuhr (≤50 g) basiert. Das Ziel ist es, den Körper zu zwingen, Fett als Hauptenergiequelle anstelle von Kohlenhydraten zu verbrennen, weshalb bei dieser Diät zu wichtigsten Nahrungsmitteln Fleisch, Fisch, Eier, Nüsse und Samen, Avocados und kohlenhydratarme Gemüsesorten zählen.
Eine ketogene Ernährung dient in der Regel zum Gewichtsverlust, zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels bei Diabetikern und auch zur Behandlung von Epilepsie bei Kindern. Sie kann jedoch schwierig zu befolgen sein und kann bei Menschen mit bestimmten Erkrankungen eine Anpassung der Medikamente oder andere Maßnahmen erfordern.
Gewichtsabnahme und Nahrungsergänzungsmittel
Wahrscheinlich kommen Ihnen als erste Fettverbrenner in den Sinn, aber das absolut beste Mittel zur Gewichtsabnahme ist eindeutig Protein. Aufgrund der bereits genannten Vorteile von Eiweiß ist es wünschenswert, dass es in der Ernährung reichlich vertreten ist. Allerdings nimmt ein durchschnittlicher Mensch normalerweise nicht so viel Protein zu sich. Proteine zum Abnehmen sind auch deshalb eine tolle Wahl, weil man mit einem Messlöffel genügend Protein erhält und es angenehm nach Obst, Schokolade oder Erdnussbutter schmeckt. Wann sollte man Proteingetränke zum Gewichtsverlust trinken? Mehr oder weniger immer wieder, um den Eiweißhaushalt aufzufüllen.
Andere Nahrungsergänzungsmittel, die man beim Abnehmen in Betracht ziehen kann:
- Fettverbrenner – es gibt viele Fettverbrenner (l-Carnitin, komplexe Verbrenner, Fettverbrenner für die Nacht). Sie alle können zum Kaloriendefizit verhelfen oder den Heißhunger auf Süßes reduzieren
- Andere Helfer zum Abnehmen – ähnlich wie beim Fettverbrenner handelt es sich um Produkte, die als Unterstützung zum Abnehmen dienen
- Tee zum Abnehmen – sie können ihr Trinkregime unterstützen, die Verdauung anregen oder den Heißhunger auf Süßes hemmen
Wir möchten aber darauf nochmal ausdrücklich hinweisen, dass es sich dabei nur um fördernde Mittel handelt, die sie bei Ihren Zielen unterstützen können, die Arbeit aber keinesfalls für Sie übernehmen. Sie werden lediglich Ihre Bemühungen maximal unterstützen oder leicht beschleunigen.
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Bewegung beim Abnehmen
Es gibt verschiedene Arten von Bewegung:
- Ausdauertraining – dazu zählen Sportarten wie Radfahren, Joggen, Schwimmen, Aerobic, Zumba; bei dieser Bewegung verbraucht der Körper viel Energie
- Krafttraining – wie z. B. das Gewichtheben; bei dieser Bewegung werden nicht so viele Kalorien verbrannt (und man tut es auch nicht zu diesem Zweck), sondern die Muskeln gestärkt
- kombiniert - d.h. Sportarten, die sowohl Muskelaufbau als auch Ausdauertraining kombinieren (Boxen, Tennis, Crossfit)
- nicht zielgerichtet – Bewegung wie Gehen, Treppensteigen, Putzen, Bügeln usw.
Am besten kombiniert man Ausdauertraining, Krafttraining und nicht zielgerichtete Bewegung. Mit Ausdauertraining und nicht zielgerichteter Bewegung erhöht man den Energieverbrauch, mit dem Krafttraining sorgt man wiederum dafür, dass die Masse unter dem Fett gut aussieht. Falls Sie aber erst Anfänger sind, ist es völlig in Ordnung, sich anfangs auf nicht zielgerichtete Bewegung zu fokussieren (z.B. 10.000 Schritte pro Tag) und diese mit dem Ausdauertraining, Krafttraining und kombiniertem Training lediglich zu ergänzen.
Beste Sportarten zum Abnehmen
Das sind natürlich diejenigen, die Ihnen Spaß machen. Aber wenn wir es für Sie eingrenzen sollten, wären es die folgenden Sportarten:
- Schwimmen
- Joggen
- Inlineskating
- Radfahren
- Aerobic
Warum gerade diese Sportarten? Mit diesen Cardio-Aktivitäten kann man die Herzfrequenz auf einem Niveau halten, das langfristig Fett verbrennt. Gleichzeitig ist man nach ihnen nicht so erschöpft.
Yoga zum Abnehmen? Yoga ist (je nach Art) eine Kraft- oder Dehnungsübung. Man verbrennt damit sicherlich keine große Menge an Kalorien, aber sie sorgt für das gewünschte körperliche und seelische Wohlbefinden.
Wenn Sie mit dem Krafttraining beginnen möchten, aber sich nicht trauen, ins Fitnessstudio zu gehen, können Sie ein Trainingsprogramm zum Abnehmen ausprobieren, das Sie zu Hause durchführen können.
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Wie oft sollte man trainieren, um Gewichtsverlust zu erreichen?
Genau wie es beim Essen nicht zwingend „je weniger, desto besser“ heißt, gilt auch beim Sport nicht „je mehr, desto besser". Während nicht zielgerichtete Bewegung wirklich täglich ausgeübt werden sollte (d.h. nicht den ganzen Tag sitzen, sondern spazieren gehen, wenn man die Gelegenheit dazu hat), hängt die gezielte Bewegung immer von der eigenen zeitlichen Verfügbarkeit und der körperlichen Veranlagung ab. Alles zwischen 1–5× pro Woche ist in Ordnung, solange man am Ball bleiben kann. Jede Woche. Es ist nämlich besser, 2× pro Woche zu trainieren als 5× in der einen und 0× in der nächsten Woche.
Wie nimmt man am Bauch und Hüften ab?
Wie kann Fett am Bauch loswerden? Wie kann Fett an den Hüften loswerden? Wie kann man Fett an den Oberschenkeln loswerden? Man möchte immer zuerst an der Körperpartie abnehmen, die einem am meisten Sorgen bereitet. Indem sie trainiert wird, wird sie aber leider nicht verschlankt. Wir können uns nicht aussuchen oder gar bestimmen, wo das Fett verbrennt wird. Subkutanes Fett bildet sich gleichmäßig zurück. Stellen Sie sich das wie ein Wasserbecken vor, in dem man nur in der Ecke Wasser entfernen will. Sobald man das Wasser in der Ecke des Pools mit einem Eimer ausschöpfen wird, sinkt der Wasserstand im gesamten Pool. Und so funktioniert es auch in unserem Körper.
Der einzige Ratschlag zum Abnehmen lautet also: legen Sie Ihr Energiedefizit fest und halten Sie sich langfristig daran.

























