Akne kann in jedem Alter zu schaffen machen. Pickel sind ein ästhetisches Problem, das bis zu Narben und roten oder braunen Flecken führen kann (sog. Aknenarben). Erfahren Sie, wie man Aknenarben loswird und wie man gegen sie aktiv vorgehen kann – denn Prävention ist immer die beste Lösung.
Wie entstehen Aknenarben?
Aknenarben – Narben sind die Folge einer Beschädigung der obersten Hautschicht zusammen mit der Störung der tieferen Hautschichten, die nicht selten als Folge von unvorsichtigem Ausdrücken und weiteren Eingriffen in die Pickel entsteht. Eine solch geschädigte Haut kann sich nicht in denselben Zustand wie vor der Akne regenerieren. So bildet sich ein Ersatzgewebe aus Kollagenfasern (Granulationsgewebe), das die Wunde auffüllt und die Heilung fördert – das neue Gewebe kann sich aber nach der Heilung sichtbar von der umgebenden Haut unterscheiden.
Akne-Hyperpigmentierung – Nachdem die einzelnen Hautschichten beschädigt wurden, können sich an der Stelle des entzündeten Pickels auch braune oder rote Flecken bilden.
- Rote Akneflecken entstehen durch eine erhöhte Durchblutung und können auch sichtbar bleiben, nachdem die Akne geheilt ist.
- Braune Akneflecken können auf eine Entzündung zurückgeführt werden, bei der sich Pigment (Melanin) in der Haut ansammelt, was zu unschönen pigmentierten Akneflecken führt. Diese werden durch UV-Strahlung noch farbintensiver.
Wie unterscheidet sich vernarbtes Gewebe von gesunder Haut?
- An der Stelle des Narbengewebes werden die Talg- und Schweißdrüsen nicht erneuert.
- Die Elastizität der Hautfasern nimmt ab, was zu einem rauen Hautbild führt.
- Die Blutzirkulation und Feuchtigkeitszufuhr funktionieren nur bedingt, so dass die Haut schneller austrocknet.
- An der Stelle wächst weder Bart noch Haare.
Arten von Aknenarben
Um Aknenarben zu bekämpfen, ist es wichtig, ihren Typ, ihre Eigenschaften, Form und Größe zu kennen. Bei tiefen und großen Narben empfiehlt es sich, Rat bei einem Arzt zu holen, der Sie berät, welche Methode zur Glättung für Sie geeignet ist. Leichte Arten von Narben und Akneflecken können zu Hause behandelt werden. Welche Arten von Narben gibt es am häufigsten?
- Atrophe Narben sind tief eingesunkene Aknenarben, die entstehen, wenn der Pickel nicht korrekt abheilt oder wenn das Bindegewebe in diesem Bereich nicht ausreichend ist. Diese Narben ähneln dicken Nadeleinstichen und werden deshalb auch Eispickelnarben bezeichnet. In der Regel sind diese Narben recht schwierig zu entfernen.
- Hypertrophe Narben erkennt man durch eine Wölbung. Diese entsteht durch die Überproduktion von Bindegewebefasern, die eine andere Textur haben und einen strafferen Eindruck als die umgebende Haut machen.
- Keloidnarben sind ursprünglich hypertrophe Narben die sich auf weitere Bereiche der Haut ausgebreitet haben. Diese zunächst rötlich-violetten, hinauswuchernden Narben können allmählich verblassen. Keloidnarben können auch bei Hautverbrennungen entstehen.
Wie beugt man Aknenarben vor?
- Berühren Sie Ihr Gesicht so wenig wie möglich, um die Vermehrung von Bakterien möglichst zu verhindern.
- Narben im Gesicht und am Körper entstehen, wenn Komedonen, Mitesser und Pickel mit den Fingern oder kosmetischen Werkzeugen in Berührung kommen, was winzige Blutgefäße, Drüsen und Gewebe um den Pickel beschädigen kann. Akne sollte daher nie ausgedrückt werden.
- Zur Gesichtsreinigung sollten immer sanfte Produkte verwendet werden. Bei schwerer Akne empfiehlt es sich, Seifen und Peelings durch sanfte Schaumreiniger oder Mizellenwasser zu ersetzen.
- Benutzen Sie ausschließlich nicht komedogene Kosmetik, die für problematische Haut geeignet ist und ergänzen Sie die tägliche Pflege immer mit Cremes mit LSF, um dunkle Flecken zu vermeiden.
- Vermeiden Sie zu Hause die Verwendung von hochkonzentrierten Produkte mit AHA-Säuren, die Reizungen verursachen können.
Wie entfernt man Narben im Gesicht und am Körper?
Am besten holen Sie sich Rat bei Ihrem Hautarzt, der Ihnen die für Sie beste Lösung vorschlagen wird. Einige Aknenarben kann man nicht vollständig entfernen, aber ihr Aussehen kann häufig mit der richtigen Behandlung erheblich verbessert werden. Leichte Narben auf der Haut sind mit der Zeit vielleicht nicht einmal sichtbar und können zu Hause behandelt werden. Die Behandlung von Aknenarben sollte grundsätzlich erst dann erfolgen, wenn die Akne abgeheilt ist.
Seren, Öle und Cremes gegen Aknenarben
Aknenarben zu Hause behandeln
- Regelmäßige Massagen können helfen, Aknenarben im Gesicht oder am Körper bequem von zu Hause aus loszuwerden. Sie können bei feinen Narben und Akneflecken sehr wirksam sein, da die Durchblutung angeregt, die Hautelastizität an der betroffenen Stelle erhöht und die Feuchtigkeitsversorgung verbessert wird. Für diese Zwecke gibt es auch tolle Massagegeräte und Hilfsmittel – z. B. Gesichtsroller oder Gua Sha Steine.
- Aknenarben-Serum – Ihr Serum zur Bekämpfung von Akneflecken und -narben sollte Wirkstoffe enthalten, die für einen einheitlichen Teint, die Aufhellung von Pigmentflecken und allgemein die Regeneration der Haut nach der Entzündung sorgen. Hilfreich sind dabei Vitamin C, Niacinamid, Salicylsäure oder z. B. Retinol.
- Aknenarbencreme – Wählen Sie nicht komedogene Cremes, die die Poren nicht verstopfen und somit die Bildung von Akne nicht weiter begünstigen. Wenn Sie dennoch von einem Pickel geplagt werden, greifen Sie zu speziellen Akne-Produkten, die die Heilung des Pickels unterstützen, die Haut intensiv mit Feuchtigkeit versorgen und dabei keinen Fettfilm hinterlassen, sondern idealerweise präventiv gegen unerwünschte Pigmentierungen kämpfen.
- Aknenarben-Peelings – Mechanische Peelings mit Mikroperlen können die Haut noch mehr reizen. Greifen Sie stattdessen zu sanften enzymatischen Peelings, die den Hautton ausgleichen. Auf dem Markt gibt es ebenso wirksame chemische Peelings für den Hausgebrauch, aber bei ihrer Verwendung ist Vorsicht geboten und diese sollte auch mit einem Dermatologen konsultiert werden. Nach dem Peeling sollte ein Produkt mit hohem LSF verwendet werden, um unerwünschten Verfärbungen der Narben vorzubeugen.
- Ihnen macht Hyperpigmentierung zu schaffen? Verlassen Sie sich auf aufhellende Pflegeprodukte gegen Pigmentflecken.
Ästhetische Dermatologie – Behandlung von Aknenarben und Hyperpigmentierung
Ihre Haut ist sehr stark von Aknenarben betroffen? Dann ist eine Konsultation mit einem Dermatologen empfehlenswert, der eine geeignete Behandlung bestimmen kann. Einige Methoden wie LED-, Ultraschallspatel- oder Dermaroller-Behandlungen sind für den Heimgebrauch verfügbar. Zu den häufigsten Methoden von Dermatologen zählen:
- Chemische Peelings gegen Aknenarben stellen eine nicht-invasive Methode dar, die Narben und erweiterte Poren wirksam aufweicht und rote Akneflecken reduziert. In chemischen Peelings wird in der Regel von Glykolsäure Gebrauch gemacht.
- Mikrodermabrasion glättet Narben und weitere Hautunregelmäßigkeiten. Sie hinterlässt die Haut und das betroffene Gewebe dank eines elektrischen Hochgeschwindigkeitsschneiders weicher.
- Kryotherapie ist für die Behandlung von Keloidnarben bestimmt und beruht auf dem „Einfrieren“ der Haut, in die anschließend Kortison injiziert wird.
- Led-Maske oder Photonen-Lichttherapie ist eine völlig nicht-invasive und schmerzlose Behandlung, die tief in das Innere der Zellen eindringt und verschiedene Wellenlängen (verschiedene Lichtfarben) emittiert, wodurch die hauteigene Regeneration angekurbelt und die Sichtbarkeit von Pigmentflecken reduziert wird.
- Intensiv gepulstes Licht (IPL) tötet die Akne verursachenden Bakterien und wird häufig zur Behandlung im Gesicht, an den Schultern und am Rücken verwendet.
- Mikronadel-Roller oder Dermaroller sind Hilfsmittel mit feinen Nadeln in Länge von 0,2–2 mm, die die oberste Hautschicht penetrieren und dadurch den natürlichen Regenerationsprozess anregen, indem die Kollagen-, Elastin- sowie Hyaluronsäureproduktion erhöht wird.
- Laserentfernung von Aknenarben eignet sich bei recht frischen Symptomen. Sie beugt der Verstopfung von Poren vor, indem sie die Überproduktion der Talgdrüsen hemmt. So hilft sie präventiv gegen Akne. Gleichzeitig aktiviert der Laser den hauteigenen Selbstheilungsprozess.
- Ultraschallspatel macht die Narben weicher und reduziert ihre Sichtbarkeit.
Geräte und Hilfsmittel zur Verbesserung des Erscheinungsbildes von Aknenarben
Aknenarben – altbewährte Hausmittel
Sie möchten es zunächst mit natürlichen Mitteln probieren? Probieren Sie es doch mit einigen Tipps gegen Aknenarben – tragen Sie die Rohstoffe aber immer nur auf verheilte Stellen auf und niemals auf offene Wunden. Honig macht die vernarbte Haut weicher und versorgt sie mit Feuchtigkeit. Gel aus Aloe vera spendet der Haut Feuchtigkeit und kann sie leicht aufhellen. Tea tree beruhigt die Haut und hellt Flecken auf. Kokosnussöl eignet sich zur Hautmassage und intensiver Feuchtigkeitsversorgung.

























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