Kamm oder Bürste? Welcher Kamm ist für Sie der richtige? Wir beraten Sie!
Was ist der Unterschied zwischen Haarbürste und Haarkamm?
Sowohl Bürsten als auch Kämme spielen bei der Haarpflege eine wichtige, aber auch eine unterschiedliche Rolle.
Die Bürsten verfügen über Borsten, die das Haar glätten, mit Volumen versehen und durchkämmen.
Die Kämme hingegen haben verschiedenartig geformte Zinken, die präzise Stylings ermöglichen und das Haar schonender kämmen.
Wann ist der Kamm besser als die Bürste?
Zu einem Kamm sollten Sie greifen:
- Beim Entwirren von verknoteten Strähnen.
- Bei welligem und lockigem Haar – die Bürste kann nämlich die natürliche Struktur von Locken oder Wellen zerstören.
- Um einen präzisen Scheitel hinzubekommen, bei der Arbeit mit einzelnen Strähnen oder beim Toupieren.
- Beim Kämmen von nassem Haar – denn dann ist das Haar sehr empfindlich und neigt zu Haarbruch.
Wie wählt man den richtigen Kamm?
Bei der Wahl sollten Sie den Haartyp, das Material sowie das berücksichtigen, wozu Sie den Kamm am häufigsten verwenden werden.
Je nach Haartyp:
- Gewelltes oder gelocktes Haar: Am besten geeignet sind hier Kämme mit breiten Zinken, die weniger ziepen und die natürliche Wellenform bewahren.
- Glattes und feines Haar:: Hierbei empfehlen sich Kämme mit dichteren Zinken, die das Stylen erleichtern.
- Kinderhaar: Wählen Sie ein Kamm für Kinder mit abgerundeten Zinken, die die empfindliche Kopfhaut schonen. Für Kleinkinder gibt es spezielle Kämme für Babys.
Je nach Material:
- Holzkamm – er ist robust, antistatisch und schont das Haar und die Kopfhaut. Populär sind zum Beispiel Kämme aus Bambus.
- Plastikkamm – das ist die häufigste Wahl. Plastik ist in der Regel nicht antistatisch, allerdings gibt es mittlerweile hochwertige Plastikkämme, die dieses Problem unterdrücken.
- Metallkamm – er ist sehr robust, aber beim Einsatz muss man sehr vorsichtig sein.
Je nach Bestimmung:
- Glättender Kamm – für glatte Frisuren.
- Toupierkamm – mit dünnen Zinken für das Volumen-Styling.
- Entwirrkamm – besonders schonend für verknotete und empfindliche Haare.
- Melierkamm – Friseurkamm mit spezieller Form der Zinken, die das Melieren vereinfachen.
- Barber-Kamm – dieser Herrenkamm eignet sich zur Haar- und Bartpflege.
Spezielle Haarkämme:
- Massage-Kamm – er stimuliert die Kopfhaut ähnlich wie eine Massagebürste.
- Klappbarer Kamm – er passt in jede Handtasche oder in ein anderes Gepäckstück, der ideale Reisekamm.
- Zierkamm – er dient als elegantes Accessoire, das in festliche Frisuren gesteckt wird.
- (Elektrischer) Kamm gegen Läuse – er hilft, Läuse und Nissen zu entfernen.
Wie kämmt man sich richtig?
Die richtige Technik hilft, Haarbruch zu verhindern.
- Beginnen Sie an den Wurzeln und ziehen den Kamm bis zu den Spitzen. Niemals umgekehrt, sonst können Sie die Haare herausreißen.
- Niemals zu kräftig kämmen.
- Bei verknoteten Stellen geduldig Strähne für Strähne entwirren.
- Nasses Haar ist sehr verletzlich. Wenn man es kämmen will, muss man zu einem Kamm mit breiten Zinken greifen und am besten spülungsfreie Pflege oder ein anderes Produkt zum Kämmen anwenden, damit der Kamm gut gleitet.
Wie pflegt man den Kamm?
Damit der Kamm gut dienen kann, sollte er regelmäßig gepflegt werden:
- Verfangene Haare entfernen.
- Mit warmem Wasser und milder Seife oder mildem Shampoo
- Kämme aus Plastik oder Metall können Sie einweichen, jene aus Holz nur mit einem feuchten Tuch abwischen.
- Den Kamm an der Luft natürlich trocknen lassen.
- Den Zustand der Zinken regelmäßig kontrollieren.
Wie oft soll man den Kamm wechseln?
Einen geschädigten Kamm mit gebrochenen oder scharf gewordenen Zinken am besten sofort ersetzen. Auch wenn ein Kamm nicht mehr gut gereinigt werden kann, sollte ein neuer angeschafft werden.
Kämme: Häufige Fragen
Welcher Kamm ist für das Haar der beste?
Der ideale Kamm variiert je nach Haartyp und Einsatz. Beliebt sind Kämme aus Holz, beispielsweise aus Bambus, die das Haar und die Kopfhaut schonen. Zudem sind sie antistatisch und robust.
Welcher Kamm eignet sich für gewelltes Haar?
Kämme für lockiges oder gewelltes Haar sollten breite Zinken haben und idealerweise aus Holz oder einem anderen antistatischen Material sein. Das Haar vorsichtig kämmen, am besten noch feucht, und mit spülungsfreier Pflege behandeln, um Frizz zu vermeiden. Trockenes Haar sollten Sie lieber nur mit den Fingern formen.
Welcher Kamm eignet sich für langes Haar?
Bei sehr langem Haar, das sich leicht verknotet, auch einen Kamm mit möglichst breiten Zinken nehmen. Zudem auch ein Spray zum Entwirren der Haare anwenden, das das ganze Prozedere erleichtert. Dadurch reduzieren Sie das Risiko von Haarschäden. Es gibt auch spezielle Kämme und Bürsten zum Entwirren, die verknotete Stellen schmerzfrei lösen.
Zusammenfassung
Die Wahl des richtigen Kamms kann die Haarpflege positiv beeinflussen. Der richtige Kamm verhindert Haarbruch, erleichtert das Stylen und fördert schönere Frisuren. Es genügt, das für Ihr Haar geeignete Modell ausfindig zu machen.