Sie ist eine Art der wilden Distel, die viele gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzt. Die Mariendistel (Silybum marianum) ist eine Pflanze mit den für Disteln typischen Stacheln und stacheligen violetten Blüten. Schon seit Jahrhunderten wird sie wegen ihrer bemerkenswerten Vorteile und ihrer Bedeutung für die menschliche Gesundheit geschätzt. Meistens verbinden wir sie mit leberschützenden Eigenschaften, Entgiftung und allgemeiner Vitalität des Körpers. Ist sie aber wirklich so nützlich? Lohnt es sich, sie auszuprobieren? Und wenn ja, für wen ist sie besonders geeignet? Lesen Sie weiter und finden Sie heraus, welche Wirkungen die Mariendistel bietet und wie man sie verwendet.
In der traditionellen Heilkunde hat die Mariendistel eine lange Geschichte. So beschrieb bereits der römische Arzt Plinius die Wirkung der Pflanze als den Gallenfluss fördernd. Seit Jahrhunderten wurde diese auffällige Pflanze in verschiedenen Kulturen für unterschiedlichste Zwecke eingesetzt – von der Leberreinigung über die Behandlung von Hautproblemen bis hin zur Aromatisierung von Speisen.
Allerdings sollte erwähnt werden, dass Mariendistel zwar in der Vergangenheit in der traditionellen Heilkunde weit verbreitet war, die moderne wissenschaftliche Forschung jedoch einen anderen Standpunkt vertreten kann.
Die Mariendistel, vor allem ihre Samen und Früchte, enthalten eine Reihe bioaktiver Substanzen. Vor allem der Stoff Silymarin brachte die Mariendistel zu ihrem „Ruhm”. Dabei handelt es sich um eine komplexe Mischung aus den Flavonoiden (Flavolignanen) Silydianin, Silybin und Silychristin. Silymarin wirkt stark antioxidativ und entzündungshemmend und gilt als wichtiger Akteur beim Schutz der Leber. Es trägt zum Schutz der Leberzellen vor Schäden durch Toxine und freie Radikale bei, indem es diese buchstäblich daran hindert, in die Hepatozyten einzudringen.
Außer Silymarin sind auch andere Flavonoide wie Quercetin, Taxifolin und Isoquercetin, Vitamin E, Enzyme und weitere nützliche Inhaltsstoffe in der Mariendistel enthalten. Diese Wirkstoffe zeichnen sich durch ihre entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften aus, schützen die Zellen vor Schäden und tragen zur Stärkung der allgemeinen Abwehrkräfte bei.
Mariendistel ist in vielen Formen erhältlich. Hier eine Übersicht einiger Formen der Mariendistel:
Die Mariendistel gibt es aber auch als Teil einer Vielzahl von komplexen Nahrungsergänzungsmitteln, die zur Unterstützung der Lebergesundheit, der Verdauung oder der allgemeinen Vitalität bestimmt sind.
Wie bei jedem Stoff, ob natürlichen oder synthetischen Ursprungs, kann auch die Mariendistel Nebenwirkungen haben. Allerdings sind sie bei diesem Kraut in der Regel mild und eher selten. Welche Nebenwirkungen treten bei der Mariendistel am häufigsten auf?
Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit wird die Anwendung der Mariendistel nicht empfohlen. Die Einnahme der Mariendistel sollte auch dann nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt erfolgen, wenn zu hoher Blutdruck, Allergien gegen bestimmte Pflanzen oder Lebensmittel oder die Einnahme von verschreibungspflichtigen Medikamenten vorliegen.
Wie schnell die Wirkung der Mariendistel einsetzt, ist hauptsächlich von der Form abhängig, in der das Nahrungsergänzungsmittel eingenommen wird. Grundsätzlich sollte die Mariendistel am besten in Form von Tabletten oder Kapseln eingenommen werden, da der Wirkstoff hier konzentriert und standardisiert ist. Bereitet man einen Aufguss oder Tee aus Mariendistel zu, werden dem Körper weitaus weniger nützliche Substanzen zugeführt.
Mariendistel wird meist in mehrwöchigen Kuren eingenommen. Nähere Informationen finden Sie in der Packungsbeilage des Herstellers.
Nein, Mariendistel ist nicht zur Anwendung bei Kindern bestimmt. Wenn Sie einem Kind Mariendistel-Präparate verabreichen möchten, sollten Sie dies unbedingt vorher mit seinem Kinderarzt abklären.
Lesen Sie zunächst immer die Anweisungen des Herstellers. Nutzen Sie das Öl als Nahrungsergänzungsmittel – ein bis zwei TL Öl pro Tag, idealerweise morgens auf nüchternen Magen.
Zu erwähnen ist aber auch die wohltuende Wirkung des Mariendistel-Öls bei äußerer Anwendung – das Öl eignet sich auch für Massagen und wird bei Krampfadern, Hämorrhoiden und Unterschenkelgeschwüren eingesetzt. Zudem kann es zur Linderung von Reizungen und entzündlichen Hautkrankheiten wie Akne beitragen.
Nun wissen Sie, dass die Mariendistel auf jeden Fall Beachtung verdient. Dennoch sollte die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln immer mit einem Arzt oder einem anderen Spezialisten besprochen werden, um die Verträglichkeit zu prüfen. Und gleich danach können Sie sich für die stärkste Form der Mariendistel entscheiden, die Sie bei Notino finden!


