Stress, verspannte Muskeln oder vielleicht schlaffes Haar? Probieren Sie Bittersalz!
Magnesiumsulfat wurde erstmals im 17. Jahrhundert in der Nähe der Stadt Epsom in England entdeckt. Dieses außergewöhnliche Mineral, das man wegen seiner Herkunft auch Epsomit oder im Volksmund Bittersalz nennt, kommt in der Natur vor – zum Beispiel in Seen oder Kalksteinbrüchen.
Was ist Bittersalz und warum ist es so beliebt?
Bittersalz ist ein Mineral, das sich aus Sauerstoff, Magnesium und Sulfat zusammensetzt. Seine Wirkung verdanken wir dem Sulfat-Ion, das zu einer normalen Zellfunktion beiträgt, und dem Magnesium-Ion, an dem ein erheblicher Teil der Bevölkerung einen Mangel hat. Die Einnahme von Magnesium wirkt sich positiv auf die Muskeln, das Herz-Kreislauf-System, den Stressabbau und die Erholungsqualität aus.
Lassen Sie sich vom Namen nicht in die Irre führen – im Gegensatz zu Speisesalz können Sie mit Bittersalz keine Speisen würzen, da es – wie sein Name schon vermuten lässt – einen sehr bitteren Geschmack hat. Aber es gibt noch unzählige andere Verwendungsmöglichkeiten: Bittersalz eignet sich hervorragend als Badesalz, für das Haar, als Körperpeeling und sogar als Pflanzendünger.
Bittersalz - Wirkungen bei äußerlicher Anwendung
Viele Menschen glauben, dass Bittersalz bei äußerlicher Anwendung eine deutlich positive Wirkung auf den menschlichen Körper hat. Und wogegen kann Bittersalz angeblich helfen?
- Entgiftung des Organismus
- Entspannung von schmerzenden Muskeln und Gelenken
- Regulierung von Herzrhythmus und Blutdruck
- Hilft bei trockener Haut und Hautproblemen
- Bekämpft Stress und sorgt für eine gute Nachtruhe
- Hilft gegen Migräne
Obwohl die wissenschaftliche Forschung noch uneins darüber ist, ob Magnesium und andere wohltuende Stoffe des Bittersalzes von der Haut aufgenommen werden, weigern sich viele Menschen, Bittersalz zu verwenden.
Bittersalz - die Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig
Für den Körper
- Badesalz: Bittersalz kann Schwellungen lindern und die Muskeln entspannen, z. B. nach sportlichen Aktivitäten. Bittersalz kann auch zum Stressabbau und zur allgemeinen Entspannung beitragen. Dosierung für ein Vollbad: Geben Sie pro 25–30 kg Körpergewicht etwa eine halbe Tasse (oder 1 dl) Bittersalz in das heiße Wasser. Es ist sehr gut wasserlöslich. Um eine maximal wohltuende Wirkung zu erzielen, wird empfohlen, mindestens 40 Minuten lang mit Bittersalz zu baden.
- Körperpeeling: Bittersalz macht die Haut weich und hellt sie auf, wenn man es als Peeling verwendet. Anleitung für ein Peeling: Mischen Sie Bittersalz mit Olivenöl zu einer dicken Paste, und schon haben Sie ein tolles natürliches Peeling! Massieren Sie die Mischung sanft in kreisenden Bewegungen in die Haut ein und spülen Sie sie dann ab. Ihre Haut wird gereinigt und weich - wie neu.
- Hautpeeling: Auf der Gesichtshaut funktioniert es ähnlich. Tauschen Sie das Olivenöl gegen Ihr liebstes Reinigungsgel ein und fertig ist ein tiefenreinigendes Gesichtspeeling.
- Fußbad: Eine weitere Einsatzmöglichkeit für Bittersalz ist das Fußbad. Dosierung für ein Fußbad: Lösen Sie eine halbe Tasse (1 dl) Bittersalz in einer Wanne mit heißem Wasser auf, tauchen Sie Ihre Füße ein und spüren Sie, wie sie von Schweregefühl, Schwellungen und Müdigkeit befreit werden. Das Bittersalz neutralisiert und beseitigt Gerüche und ist daher ideal für Ihre Füße.
Für das Haar
- Gegen fettiges Haar: Bittersalz für das Haar hat noch andere Verwendungszwecke. Fügen Sie es zum Shampoo hinzu und verwenden Sie es wie gewohnt. So können Sie übermäßiges Fetten des Haars vermeiden.
- Für mehr Haarvolumen: Bittersalz kann auch der Spülung beigemengt werden, um glattem Haar viel Volumen zu verleihen.
Für Haus und Garten
- Als Reinigungsmittel: Magnesiumsulfat findet auch als Küchen- oder Badreiniger Verwendung. Gemischt mit Seife bildet es eine grobe Paste, die den Schmutz von den Oberflächen entfernt.
- Als organischer Dünger: Magnesiumsulfat ist auch für Pflanzen und Bäume nützlich. Der Dünger ist in der Regel unter dem Namen Bittersalz bekannt und kann in einer Gießkanne aufgelöst, als Spray oder sogar als Streudünger verwendet werden. Außerdem ist es ein ganz natürliches Mineral, weshalb auch umweltbewusste Gärtner Bittersalz im Garten für nützlich halten - und es hilft sogar, Schnecken fernzuhalten.
Innerliche Anwendung als Abführmittel
- Gegen Verstopfung: Vorsicht! Für den Verzehr muss Bittersalz in Lebensmittelqualität verwendet werden. Zur Linderung von Verstopfung lösen Sie 2–6 Teelöffel verzehrbares Bittersalz in einem großen Glas Wasser auf und trinken es. Die abführende Wirkung sollte innerhalb von 30 Minuten bis zu einigen Stunden eintreten. Bei Einnahme einer höheren als der angemessenen Dosis oder bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr kann Bittersalz Nebenwirkungen haben; fragen Sie daher bei innerlicher Anwendung immer Ihren Arzt.
Mit Kräutern und anderen Zusätzen zaubert Bittersalz ein Traumbad
Badesalze eignen sich perfekt für die Kombination mit Kräutern, ätherischen Ölen oder Vitaminen. Probieren Sie die vorgemischten Badesalze aus und genießen Sie ein duftendes Entspannungsbad. Zum Beispiel:
- Bittersalz mit Lavendel riecht nicht nur gut. Lavendel fördert den Stressabbau und einen erholsamen Schlaf.
- Bittersalz mit Minze kann die Atemwege frei machen.
- Bittersalz mit Vitamin C fördert die Regeneration der Haut und hat eine verjüngende Wirkung.
- Bittersalz mit Kamille kann eine Erkältung lindern und gleichzeitig die Haut sanft pflegen.
Ob Sie nun ein Bad nehmen, ein Peeling durchführen oder sogar Ihr Haar damit behandeln, Bittersalz ist einfach ein vielseitiges Naturwunder. Entdecken Sie selbst die wohltuende Wirkung von Bittersalz!