Azelainsäure (englisch azelaic acid) ist ein wasserlöslicher Stoff, der auf der Oberfläche unserer Haut vorkommt und auch in Obst, Gemüse oder Getreide enthalten ist. In der Kosmetikbranche gilt sie jedoch als kleines, vielseitiges Wunder: sie hilft gegen Hautprobleme wie Akne, übermäßige Talgproduktion, Hyperpigmentierung oder Falten.
Eigenschaften von Azelainsäure
Azelainsäure bietet sehr ähnliche Wirkungen wie PHA, BHA und AHA-Säuren. Sie wirkt antioxidativ, schützt die Haut vor vorzeitiger Alterung und eignet sich zur Behandlung von leichter bis mittelschwerer Akne und Rosacea (Rosazea). Azelainsäure wirkt wie ein sanftes Peeling, das die Haut nicht reizt und sie geschmeidig und schön glatt hinterlässt.
Azelainsäure – Wirkungen auf die Haut
Reguliert die Talgproduktion.
Trägt zur Reduzierung von Entzündungen und Bakterien auf der Haut bei.
Wirkt der Bildung neuer Pickel, dem Verstopfen der Poren und der Bildung von Mitessern entgegen.
Reguliert die Exfoliation und beugt Verhornungen der Haut vor.
Reduziert feine Falten und die Auswirkungen von freien Radikalen.
Azelainsäure ist ein häufig in der Medizin und Dermatologie eingesetzter Stoff und hat eine vielseitige Anwendung. Sie ist nämlich völlig sicher und eignet sich für die langfristige Anwendung und alle Hauttypen, wird leicht vom Körper ausgeschieden und ist glutenfrei.
Häufig ist die wohltuende Azelainsäure daher in geringerer Konzentration in Produkten für problematische und fettige Haut enthalten. Eingesetzt wird dieser Wirkstoff z. B. in Cremes, Seren oder Reinigungsprodukten für die Tages- und Nachtpflege.
Andere kosmetische Inhaltsstoffe wie AHA- und BHA-Säuren, Retinol und weitere Wirkstoffe sind mit Azelainsäure sehr gut verträglich und können mit ihr kombiniert werden, um die Wirkung gegen Akne und andere Hautprobleme zu unterstützen. Der einzige Nachteil liegt darin, dass Azelainsäure hormonell bedingte Akne nicht beeinflusst; in diesem Fall ist eher ein Besuch beim Dermatologen zu empfehlen.
Bei Verwendung von Seren, Cremes und weiteren Produkten mit Azelainsäure muss die Haut zusätzlich vor Sonnenstrahlen geschützt werden. Tragen Sie dafür morgens eine Creme mit LSF auf. Die ersten Effekte der Azelainsäure machen sich erst nach einigen Wochen bemerkbar, sie sollten sich also mit Geduld wappnen, für die Sie Ihre Haut belohnen wird.