Jeder kennt den weichen, süßen, warmen und sanft würzigen Duft von Vanille! Der Duft von Vanille gilt als kraftvolles Aphrodisiakum. Vanille-Düfte können sofort die Stimmung heben, Stress abbauen und Ängste lösen. Trotz seines verwöhnenden Wesens ist eine der besten Eigenschaften eines guten Vanille-Parfums seine Vielseitigkeit und Zeitlosigkeit – Vanille harmoniert wunderbar mit unzähligen weiteren Düften. Ein tolles Vanille-Parfum kommt nie aus der Mode.
Die Pflanze hinter den besten Vanille-Düften
- Das Vanille-Aroma wird aus der Gewürzvanille gewonnen – einer wunderschönen Kletterorchidee mit grünlich-gelben Blüten, die in Mesoamerika beheimatet ist.
- Interessanterweise ist die Blüte der Orchidee geruchsneutral. Stattdessen stammt der betörende Duft der Pflanze aus der bekannten Vanilleschote, als oder Fruchtkapsel der Gattung Vanilla, die eigentlich die Frucht der Pflanze ist.
- Nach Safran ist die Vanille das zweit wertvollste Gewürz der Welt.
- Auch wenn es über hundert Sorten dieser Pflanze gibt, werden nur zwei Arten kommerziell genutzt: Vanilla planifolia ( Bourbon-Vanille) und Vanilla tahitensis (Tahiti-Vanille).
Eine kurze Geschichte der Vanille
Amerikanische Ureinwohner
Die Totonaken, ein Volk auf dem Gebiet des heutigen Mexiko, waren vermutlich die ersten, die Vanille anbauten. Für sie galt sie als heilige Pflanze, die zur Verzierung von Tempeln, in Schutzamuletten oder sogar in der Medizin Verwendung fand. Nachdem die Azteken die Totonaken erobert hatten, begannen sie, Vanille zur Aromatisierung und Süßung von Speisen und Getränken, insbesondere ihrer traditionellen Kakaogetränke, zu verwenden.
Nach der Eroberung Amerikas
Im Spanischen steht Vanille für „kleine Schote“. Dieser Name stammt von den spanischen Konquistadoren, die im 16. Jahrhundert nach Mexiko kamen und dort zum ersten Mal Vanilleschoten sahen. Diese brachten sie schließlich mit nach Europa, wo sie nach und nach an Beliebtheit gewannen.
Vanille und ihre Verwendung heute
Der bedeutendste Produzent von Vanille ist mittlerweile Madagaskar, während es heißt, dass die hochwertigste Vanille von der Insel Réunion (ehemals Île Bourbon – daher Bourbon-Vanille) stammt. Aber auch auf Tahiti, in Indonesien, auf den Komoren und an weiteren Orten wird Vanille angebaut.
Wie Vanille gewonnen wird, um das beste Vanille-Parfum herzustellen
- Der Vanilleanbau ist ein mühsamer und aufwendiger Prozess. Da es kaum natürliche Bestäuber für diese Orchidee gibt, muss die Bestäubung von Hand erfolgen, und zwar eine Blüte nach der anderen. Deshalb ist Vanille so selten und teuer.
- Frische Vanilleschoten sind zunächst grün und prall. Damit sie ihren Geschmack und ihr Aroma entfalten können, werden Vanilleschoten gekocht, unter Decken „geschwitzt” und anschließend wiederholt in der Sonne getrocknet. Bei diesem Prozess nehmen sie ihre schwarze Farbe und schrumpelige Form an, wie wir sie aus der Küche kennen.
- Das Vanillearoma verdankt die Schote dem Vanillin, einer Verbindung, die bei der Weiterverarbeitung entsteht.
Synthetisches Vanillin in Vanille-Düften
Aufgrund der hohen Kosten für den Anbau von Vanille werden selbst einige der besten Eaux de Cologne und Vanille-Parfums heutzutage mit synthetischem Vanillin hergestellt, das mit dem natürlichen Vanillin-Molekül identisch ist. Außerdem wird manchmal ein weiteres Derivat von Vanillin verwendet – Ethylvanillin –, dieses sorgt für einen intensiven süßen Vanilleduft mit einer gourmandigen Note.
Vanille-Düfte: Parfum mit den besten Vanillenoten
In der Parfümerie wird Vanille selten pur verwendet, sondern dient eher zur Schichtung und Vermischung anderer Parfumnoten. Dank seiner einzigartigen molekularen Eigenschaften dient Vanillin als Fixiermittel, das den Duft jedes Parfums auf der Haut länger verweilen lässt.
Obwohl Vanille meist in Damenparfums eingesetzt wird, kann ein Vanille-Parfum für Herren mit der richtigen Komposition ebenfalls hervorragend funktionieren.
Vanille-Parfum: Noten, die in Parfums auf Vanillebasis besonders gut zur Geltung kommen
- Holzige Noten mit Vanille: Bietet in Form von Körperspray oder -Parfum bietet eine harmonische Mischung aus warmen, cremigen Vanillenoten und tiefen, erdigen Holzuntertönen.
- Rosen-Noten mit Vanille: Ein Damenparfum mit Noten von Vanille und Rose kombiniert die romantische, blumige Essenz der Rose mit der warmen, beruhigenden Süße der Vanille und lässt einen luxuriösen, femininen Duft entstehen.
- Kokosnuss-Noten mit Vanille: Ein Kokosnuss- und Vanille-Parfum verbindet die tropische, cremige Üppigkeit der Kokosnuss mit der süßen Anziehungskraft der Vanille.
- Moschus mit Vanille: Ob im Körpernebel oder Parfum – intensiver, sinnlicher Moschus im Zusammenspiel mit süßer Vanille ergibt einen geheimnisvollen und einladenden Duft.
- Ambrierte Noten mit Vanille: Reichhaltige, harzige Ambra und süße Vanille bilden eine tiefe, luxuriöse Kombination.
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